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26.07.2018

Geoblocking – Ihr digitales Karten-Schutzschild

Geben Sie dem Skimming auf Auslandsreisen keine Chance!

Geografische Karteneinsatzsteuerung ist ein wichtiger Verstärker für die Kartensicherheit. So funktioniert's!

Geoblocking ist die im Internet eingesetzte Technik zur regionalen Sperrung von Internetinhalten durch den Anbieter. Nach dem gleichen technischen Prinzip haben einige Institute Geoblocking als Sicherheitslösung eingeführt, um eine Verwendung der Zahlungskarte in bestimmten Weltregionen zu unterbinden und dadurch Kartenkopien wertlos bzw. Skimming erfolglos zu machen.

Bezugssperre zu – Bezugssperre auf
Geoblocking kann verhindern, dass im Ausland mit der Karte Geld abgehoben bzw. mit ihr bezahlt werden kann. Diese Bezugssperre richtet die Bank oder Sparkasse für den Kunden ein; die Einstellungen werden je nach Institut und Kundenwunsch unterschiedlich vorgenommen. Zum Beispiel können ein bestimmtes Land, oder Europa, oder andere Kontinentalregionen entweder gesperrt oder von der Sperre ausgenommen werden. Manche Institute gestatten in bestimmten Ländern ohne Freischaltung auch zunächst nur das Abheben geringer Summen. In diesem Fall muss der Kunde dann die gewünschte Region vorrübergehend freischalten lassen, wenn er auf Reisen mit seiner Karte teurere Einkäufe oder höhere Bargeldbezüge tätigen will.

Tipps und To Do's für Sie
Vergessen Sie nicht, vor Ihrer Reise das digitale Skimming-Schutzschild Geoblocking für Ihre Karte zu deaktivieren. Sprechen Sie mit Ihrem Bank-/ Sparkassen-Kundenberater rechtzeitig vor Antritt der Reise, vor allem, wenn Ihr Ziel außerhalb der EU liegt. Erkundigen Sie sich, ob Ihr Institut für die Koordination des Geoblockings Lösungen über e-Banking oder Mobile App anbietet.
Praktische Merkhilfe: Heften Sie eine Notiz mit „Geoblocking" auf Ihren Reisepass. Damit Sie vor Antritt Ihrer Reise an die Vorkehrungen erinnert werden.

„Und plötzlich zickt die Kartendublette"
Sind die Karten per Geoblocking gesperrt, können Skimming-Banden mit den Kopien, die sie aus den gestohlenen Daten hergestellt haben, keinen Schaden mehr anrichten. Ein Restrisiko bleibt allerdings. Wird eine Karte in einem freigeschalteten Land geskimmt und ihre gestohlenen Daten im selben Land sofort genutzt, sind weiterhin Schäden möglich. Solange jedoch der technisch veraltete Magnetstreifen auf der Karte bleiben muss, weil sich die Chip-Technologie noch nicht weltweit durchgesetzt hat – wie Sie auch in unserem Beitrag „Skimming im Urlaub – nein danke!" lesen können – so lange bleibt auch das Geoblocking wichtig.