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Das Online-Zahlverfahren giropay wurde innerhalb der deutschen Kreditwirtschaft entwickelt und ist von ihr als Online-Ü ...

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SEPA Lastschrift

SEPA - LV

Neben den offiziellen nationalen Zahlungsverfahren der deutschen Kreditwirtschaft haben sich im Handel individuelle Lastschriftverfahren wie SEPA Lastschrift (ehem. Elektronisches Lastschriftverfahren) etabliert. Das neue Logo steht als Akzeptanzzeichen für das Euro-ELV.

Aus dem Chip (europäische Debitkarten) oder Magnetstreifen (außer europäische Debitkarten) der Karte werden lediglich die Kontonummer und die Bankleitzahl des Kunden ermittelt. Es wird ein Lastschriftbeleg generiert. Mit der Unterschrift gibt der Kunde dem Händler eine einmalige Einzugsermächtigung, den Betrag von seinem Konto einzuziehen. Die Lastschrift kann jederzeit mangels Deckung oder wegen Widerspruch des Kunden zurückgegeben werden. Danach wird zumeist die Adresse des Kunden bei den Instituten angefragt, um ein Mahnwesen bzw. Inkassoverfahren einzuleiten. Dabei ist zu beachten, dass die Adressen bei einem Missbrauch durch Dritte zum Schutz der Karteninhaber nicht herausgegeben werden dürfen.

Merkmale von SEPA Lastschrift

  • alle Debitkarten mit Chip und Magnetstreifen können SEPA Lastschrift nutzen
  • Authentifizierung des Kunden durch Unterschrift
  • Keine Sicherheitsprüfungen, ggf. händlereigene Sperrdatei, Scoringverfahren etc.
  • Rücklastschrift jederzeit möglich

Sicherheitsverfahren bei SEPA Lastschrift

Händlereigene Sperrdateien: Aufgrund der hohen Zahlungsausfälle im SEPA Lastschrift Verfahren – maßgeblich durch Missbrauch der Karte durch Dritte und sinkende Bonität der Kunden verursacht – haben sich die Händler in Zusammenarbeit mit den Netzbetreibern eigene Sicherheitsmerkmale zur Unterstützung des Lastschriftverfahrens aufgebaut, so auch die händler- oder netzbetreibereigenen Sperrdateien.

Fällt ein Kunde negativ auf, z.B. durch eine Lastschrift-Rückgabe, wird die IBAN des Karteninhabers in dieser Sperrdatei gespeichert. Mit Begleichen der Forderung werden die Daten in der Regel gelöscht.

Sind mehrere Händler zusammengeschlossen – entweder im Konzern oder über einen gemeinsamen Netzbetreiber –, werden die negativen Karteninhaberdaten untereinander ausgetauscht, so dass das Zahlen per Karte bei allen angeschlossenen Unternehmen nicht mehr möglich ist.

Häufig wird die Funktionsfähigkeit der Karte durch die Karteninhaber reklamiert. Es ist auf den ersten Blick nicht erklärbar, warum die Karte bei einem Händler oder am Geldautomaten funktioniert und dann wieder bei einem anderen Händler nicht.

Es lohnt sich zu recherchieren, ob der Kunde vielleicht – recht- oder unrechtmäßig – in einer Sperrdatei des Händlers bzw. Netzbetreibers gespeichert ist oder sogar Rückgaben durch das Institut veranlasst wurden. Mit Begleichen der Forderung wird oftmals auch die Karte wieder funktionsfähig.