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Internationale Zahlungsverfahren

Die Unterschiede der internationalen Zahlungsverfahren sind nicht immer auf den ersten Blick

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Maestro und Cirrus

Maestro ist ein internationales Debit-Online-Zahlungsverfahren, das die Infrastruktur von Mastercard nutzt und ist das A ...

Kreditkarte

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Die Kreditkarte ist eine Plastikkarte mit der Kontonummer des Karteninhabers und einem Verfügungsrahmen zum Kauf von Waren und Dienstleistungen sowie zum Bargeldbezug. Der Karteninhaber erhält von der kartenausgebenden Bank eine monatliche Abrechnung zur Begleichung des eingeräumten Kredits entweder durch sofortige Zahlung der Gesamtsumme (Charge Card) oder per Ratenzahlung (Credit Card).

Kreditkarten sind international anerkannte Zahlungsmittel. Durch die weit verbreitete Terminalisierung werden die meisten Umsätze am Point of Sale online abgewickelt und am Kreditkartenkonto autorisiert. Jedem Karteninhaber wird auf dem Kreditkartenkonto ein Verfügungsrahmen (Limit) eingeräumt. Dieses wird dem Karteninhaber in der Regel mit Aushändigung der Karte von seiner Bank oder Sparkasse mitgeteilt.

Die Abwicklung von Kreditkartenzahlungen erfolgt in der Regel zwischen Drei- oder Vier-Parteien. Von einem Drei-Parteiensystem ist die Rede, wenn neben dem Händler und dem Kunden eine dritte Partei eingeschaltet ist, die sowohl für die Anwerbung des Händlers zur Akzeptanz der Kreditkarte (Acquiring), als auch für die Ausgabe der Kreditkarte an den Kunden (Issuing) verantwortlich ist. Bei einem Vier-Parteiensystem liegen die Aufgaben für Aquiring und Issuing bei unterschiedlichen Unternehmen. Dies können u.a. auch Kreditinstitute sein, die dafür Lizenzen von den Kartenorganisationen MasterCard und Visa erwerben müssen.

Die Kreditkarten akzeptierenden Händler erhalten für die Abwicklung von nationalen Transaktionen einen genehmigungsfreien Höchstbetrag, das sogenannte „Terminal offline Chip Authorization Limit", welches von den Kartenorganisationen vorgegeben ist. Bis zu dieser Grenze kann der Händler die Karte ohne vorherige Einholung einer Genehmigung beim Karten ausgebenden Institut akzeptieren. Liegt der Betrag über dem Limit, ist der Vertragshändler verpflichtet, eine Genehmigungsanfrage (elektronisch oder telefonisch) bei seinem Acquirer zu stellen.

Bei grenzüberschreitenden Umsätzen gelten die durch die Card Schemes pro Land festgelegten "Terminal offline Chip Authorization Limits ". Der genehmigungsfreie Höchstbetrag für jeden Händler wird individuell von dem Acquirer festgelegt. Liegt dieser Höchstbetrag über den internationalen Limits, haftet der Acquirer für betrügerische Umsätze mit gesperrten Karten für Beträge, die über dem Terminal offline Chip Authorization Limit liegen bis zu der Grenze des genehmigungsfreien Höchstbetrags des Händlers, wenn keine Genehmigungsanfrage stattfand. Akzeptiert der Händler Umsätze über seinem genehmigungsfreien Höchstlimit, so haftet er selbst für betrügerische Umsätze mit Karten.

Bargeldabhebung mit Kreditkarten am Geldautomaten erfolgen immer unter Eingabe der PIN.

 

Sicherheitsmerkmale von Kreditkarten

Erfahren Sie hier mehr über die Sicherheitsmerkmale von Kreditkarten.

 

Ablauf einer Kreditkarten-Transaktion

  1. Einsatz Kreditkarte und Umsatzanfrage am Point of Sale - Terminal des Händlers 
  2. Autorisierungsanfrage - Routing über Netzbetreiber, Acquiring-Prozessor und Visa/MasterCard 
  3. Prüf-Routinen auf den technischen Systemen des Issuing-Prozessors 
  4. Autorisierungs-Antwort (positiv) 
  5. Kaufvertrag und Herausgabe, Auslieferung der Ware

Ablauf Kreditkarte
Ablauf Kreditkarte

 

Sicherheitsverfahren bei Kreditkarten

EMV-Chip

PCI

 

Kreditkarten-Typen

Die in Deutschland ausgegebenen Kreditkarten unterscheiden sich vor allem in der Art und Weise der Abrechnung, wie unser Kurz-Überblick zeigt.

Die Charge Card
Ausgestattet mit einem echten Kreditrahmen, fallen bei der klassischen Charge Card bis zur Höhe des eingeräumten Kreditrahmens und zur Belastung des Girokontos keine Sollzinsen an. Wie erwähnt, werden die mit der Charge Card getätigten Umsätze gesammelt, die Gesamtsumme ist in der Regel einmal im Monat zur Zahlung fällig.


Die Credit Card
Bei der "echten" Kreditkarte, der Credit Card, kann der von der Bonität des Karteninhabers abhängige Kreditrahmen per Dauerauftrag, Überweisung oder Abbuchung individuell in Teilbeträgen ausgeglichen werden. Für eine gewisse Zeit kann man die Tilgung sogar aussetzen. Bei der Revolving-Funktion kann zum Monatsende auf Wunsch nur ein zuvor festgelegter Betrag der Kartenrechnung durch Bankeinzug zurückbezahlt werden. Je nach Anbieter sind dies monatlich meist zwischen zwei und fünf Prozent. Dem Karteninhaber steht es frei, den Restbetrag – für den oftmals hohe Sollzinsen fällig werden – in Raten abzutragen.