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In regelmäßigen Abständen informiert die EURO Kartensysteme durch Pressemeldun­gen mit Bild- oder Grafikmaterial all ...

27.04.2017

EAST Jahresbericht 2016

Die aktuelle EAST-Jahresstatistik 2016 zeigt eine überwiegend negative Entwicklung in nahezu allen Kategorien. So legten europaweit nicht nur die Skimming-Angriffe auf Geldautomaten und die daraus resultierenden Schäden zu, enorm gestiegen sind vor allem die physischen Angriffe auf Geldautomaten.

Detailergebnissen des „European ATM Crime Report 2016" zufolge nahm die Anzahl der Blackbox-Angriffe um 287% auf 58 von 15 im Jahr 2015 zu. Davon betroffen waren insgesamt zehn Länder – 2015 hatten lediglich drei Länder Zahlen dazu veröffentlicht. Da zahlreiche dieser Angriffe jedoch nicht erfolgreich waren, sank die Schadenssumme auf 0,45 Mio. Euro von 0,74 Mio. Euro im Vorjahr. Bei Blackbox-Angriffen verbinden Kriminelle ein nicht autorisiertes Gerät direkt mit dem Geldautomaten und veranlassen diesen, das Bargeld auszugeben. Die Blackbox muss dabei über USB- oder Hardware-Schnittstellen verfügen, die sie mit dem Zielgerät verbinden.

 

Leichter Anstieg der Skimming-Schäden
Die Anzahl der Skimming-Attacken auf Geldautomaten stieg binnen Jahresfrist laut EAST um 26% von 18.738 auf 23.588. Wie in den Vorjahren war dafür vor allem die Zunahme des Modus Operandi „Transaction Reversal Fraud" von 5.104 auf 12.581 verantwortlich. Folglich nahmen die Gesamtschäden europaweit um 2% auf 332 Mio. Euro zu. Haupteinsatzländer von Kartenfälschungen waren – wie in den Vorjahren - der asiatisch-pazifische Raum und die USA. Innerhalb Europas weist die Statistik eine 24-prozentige Zunahme der Skimming-Schäden aus, und zwar auf 53 Mio. Euro von 44 Mio. Euro im Vorjahr. Um 20% auf den niedrigsten Wert seit 2005 gesunken ist hingegen die Anzahl der Skimmingfälle, und zwar auf 3.315 von 4.131 in 2015.

 

Physische Angriffe auf Geldautomaten
Wie es in der EAST-Statistik weiter heißt, nahm die Anzahl der physischen Angriffe auf Geldautomaten gegenüber 2015 um 12% auf 2.974 zu. Die davon mit Sprengstoff oder Gas verursachten Attacken stiegen um 47%. In der Kategorie Diebstahl weist die Statistik einen Rückgang um 12%von 838 im Vorjahr auf 610 aus. Folglich blieb der Gesamtschaden mit 49 Mio. Euro auf Vorjahresniveau. Der durchschnittlich angerichtete Schaden pro gesprengtem Geldautomaten belief sich auf 17.403 Euro. Die 21 Länder, deren Daten in die aktuelle Erhebung eingeflossen sind (darunter Deutschland), zählten per 31. Dezember 2016 insgesamt 375.361 physisch angegriffene Geldautomaten.

 

EAST, der auch die EURO Kartensysteme angehört, wurde Anfang 2004 als freiwilliger Verbund zur Bekämpfung der Kriminalität an Geldautomaten in Europa gegründet. Das Team von EAST setzt sich aus Polizei-, Ermittlungs- und Strafverfolgungsbehörden sowie kreditwirtschaftlichen Vertretern und Kartenorganisationen aus 28 Ländern Europas zusammen. EAST wird von Europol, dem Europäischen Polizeiamt in Den Haag, unterstützt.

 

Der komplette EAST-Jahresreport 2016 steht registrierten Nutzern der EAST-Website unter www.european-atm-security.eu zur Verfügung. Hier finden Sie ebenfalls Hinweise, wie Sie Abonnent werden können.